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Allgemeine Bauvorschriften für das Wochenendhaus

Was alles bei Bau und Nutzung des Wochenendgebäudes zu beachten ist

Ein Wochenendhaus ist in der Regel in der freien Natur auf einem eigenen oder gepachteten Grundstück errichtet worden ist. Das Wochenendhaus zählt nach den Regelungen des Baugesetzbuches (§ 35 Absatz 1) nicht zu den privilegierten Bauvorhaben (wie dies beispielsweise für landwirtschaftliche Gebäude oder Windkraftanlagen gilt). Sofern ein solches Wochenendhaus nicht über einen Bestandsschutz verfügt (also vor Inkrafttreten entsprechender Landschafts- und Naturschutzgesetze legal errichtet worden ist), ist es im Außenbereich damit baurechtlich nicht zulässig. Fällt das im Außenbereich liegende, einst legal errichtete Wochenendhaus beispielsweise einem Brandereignis zum Opfer, geht damit in der Regel auch der Bestandsschutz verloren; ein Wiederaufbau ist meist nicht mehr gestattet. Nachträgliche Anbauten und Erweiterungen sind bei solchen Wochenendobjekten in jedem Falle unzulässig. Umbauarbeiten können auch zum Verlust des Bestandschutzes führen.

Bau eines Wochenendhauses

Soll ein Wochenendhaus im Außenbereich errichtet werden, muss für das Baugebiet ein Bebauungsplan beschlossen und genehmigt werden, zudem ist die Erschließung sicherzustellen (verbunden mit der Beitragspflicht für die anfallenden Erschließungskosten). Grundlage hierfür ist § 10 der Baunutzungsverordnung (BauNVO). In diesem Bebauungsplan muss das Wochenendhausgebiet als Sondergebiet ausgewiesen sein, welches ausschließlich der Erholung dient. Vereinzelt werden für Wochenendhausgebiete auch Grünordnungspläne oder Landschaftspläne als Bestandteil des Bebauungsplanes aufgestellt. Es ist jedoch nicht möglich, per Bebauungsplan ein Wochenendhausgebiet in einem Natur- und Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, solche Gebiete sind daher für diese Nutzung tabu.

 

Jedes nicht ständig genutztes Gebäude braucht eine Baugenehmigung

Bei Vorhandensein eines Bebauungsplans muss für jedes Wochenendhaus eine Baugenehmigung beantragt und erteilt werden. Nur für den Fall, dass ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt und nach Landesbauordnung eine Freistellung möglich ist, kann dann bei Einhaltung aller Vorgaben und Regelungen des Bebauungsplans auf ein gesondertes Baugenehmigungsverfahren verzichtet werden. Dabei sind die sonst üblichen Anforderungen beispielsweise zu den Abstandsflächen oder die Ausnutzung einzuhalten (d. h. die Begrenzung der Größe des Gebäudes, wobei hier im Gegensatz zu Wohngebieten nicht auf die Grundflächenzahl abgestellt, sondern eine absolute Größe angegeben wird, z. B. Grundfläche des Wochenendhauses maximal 60 m²). In der Regel sind nach § 20 Abs. 1 Baunutzungsverordnung dringent auch Vorgaben zur Begrenzung der Gebäudehöhe zu beachten, um dadurch zu verhindern, dass zu hohe Gebäude das Landschaftsbild zu nachteilig beeinflussen oder prägen.


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