VERSICHERUNGEN+BAUSPAREN
Direkt zum Seiteninhalt

Baupreisindex für Berechnung Gebäudeversicherung

BANKPRODUKTE > Versicherungsbegriffe

Die Preisentwicklung im Baupreisindex

Der Baupreisindex gibt die Preisentwicklung für den Neubau oder die Instandhaltung von Bauwerken wieder. Er wird vom Statistischen Bundesamt ermittelt und dient der Errechnung des durchschnittlichen Neubauwertes von Gebäuden.
Die Entwicklung der Preise für 177 festgelegte Bauleistungen, von Betonarbeiten über Dachdeckerarbeiten und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen bis Verglasungsarbeiten wird im Baupreisindex abgebildet. So ein Index  gibt keine absoluten Werte an, sondern sagt aus, ob und um wie viel die  Durchschnittssumme, die ein Bauherr für Neubau oder Instandhaltung eines Gebäudes bezahlen muss, gestiegen oder gesunken ist.

Den Baupreisindex und der Baukostenindex sollten nicht zu verwechselt werden. Der Baupreisindex gibt an, was die Bauherren tatsächlich für Bauleistungen  bezahlen müssen.
Der Baukostenindex ist ein Wert, der die Entwicklung der Kosten für die  Erbringung von Bauleistungen abbildet. In ihm enthalten sind im  Wesentlichen die Ausgaben für Arbeit und Baumaterial enthalten. Dazu  kommen die Kosten für Ausrüstung, Energie und Hilfsstoffe. Der Baukostenindex zeigt also an, was Handwerker oder Firmen ausgeben müssen, um Aufträge ausführen zu können. Diese Kosten haben Einfluss auf den Baupreisindex.

Der Baupreisindex ist zunächst einmal ein Instrument der um die aktuelle Konjunktur zu beobachten, also der wirtschaftlichen  Entwicklung und bildet die Preissteigerungen ab.
Der aktuelle Index hat aber  auch selbst Einfluss auf die Preise, die in der Bauwirtschaft verlangt  werden. So können Anbieter Preise vor allem bei länger andauernden Projekten entsprechend dem aktuellen Index anpassen. Also bedeutet das, das sich bei steigenden Werten der Preis erhöhent.

Der Baupreisindex erlaubt darüber hinaus, den Wert eines  Objektes zu ermitteln. Das gilt etwa für Altbauten. Die Wertermittlung  ist aber auch ein wichtiger Faktor beim Abschluss einer  Gebäudeversicherung.
Der Index für den Baupreis ist auch nötig, damit festgelegt  werden kann, wie viel der Bauherr im Falle, dass ein Neubau ansteht,  tatsächlich voraussichtlich bezahlen muss.
Zwar ist die  Vorhersage einer Preisentwicklung rein spekulativ, der Verlauf eines  Baupreisindexes bietet aber eine seriöse Grundlage dafür. Die  Abschätzung, wie sich die Baupreis entwickeln ist auch hilfreich bei der  Planung der Finanzierung einer Immobilie.
Bausparer etwa können bei Abschluss des Vertrages abschätzen und in die Finanzierungsplanung  einbeziehen, wie viel sie der gesamte Bau kosten wird, wenn das Vermögen zum  Einsatz kommen soll. Damit entgehen sie dem Risiko einer unpassenden und  damit teuren Finanzierung. Eine zu geringe Summe würde den Bau  gefährden, eine zu hohe Finanzierung führt zu unnötigen Darlehenszinsen,  die das Unterfangen ebenfalls teurer machen.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes stieg der Preisindex für  den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland im  November 2017 gegenüber November 2016 um 3,4%. Das ist der höchste  Anstieg der Baupreise seit zehn Jahren. Wie das  Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte der Preisanstieg im August  2017 im Jahresvergleich bei 3,1% gelegen. Von August 2017 auf November  2017 erhöhten sich die Baupreise um 0,7%.

 



Diese Versicherungen könnten Sie auch interessieren

Zurück zum Seiteninhalt