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Der Neuwert bei der Versicherung

BANKPRODUKTE > Versicherungsbegriffe

Berechnung Neuwert bei Versicherungen

Hausratversicherung
Beim Neuwert In der Hausratversicherung wird vom Wiederbeschaffungspreis von Sachen gleicher Art und Güte in neuwertigem Zustand ausgegangen.
Das  bedeutet, das für ein zerstörtes Gerät oder eine  unwiderruflich  verlorene Sache der Wert ersetzt wird der zur  Wiederbeschaffung eines  gleichwertigen Gerätes erforderlich ist. Das ist Standard, da in den  seltensten Fällen ein Gerät oder  eine Sache auf die gleiche Weise wie  die verloren gegangenen Sachen  angeschafft werden kann. Die in den  Versicherungsbedingungen enthaltene Beschreibung der Neuwertbeschaffung  ist von großer Bedeutung für  die Hausratversicherung.

Im  Schadenfall ermittelt der Schadensgutachter der  Versicherungsgesellschaft den  entstandenen Schaden hinsichtlich der  geschädigten Gegenstände und hinsichtlich der Möglichkeit des Ersatzes.  Der Versicherungsnehmer soll eine Liste mit seinem  ursprünglich  vorhandenen Inventar aufstellen und eine Liste mit  wieder anschaffenden  Sachen. In den allgemeinen Versicherungsbedingungen ist auch für  elektronische  Geräte festgelegt, dass der aktuelle Neuwert bei der Hausratversicherung für ein in den Eigenschaften gleichwertiges Gerät erstattet wird.

KFZ-Versicherung
In der KFZ-Haftpflichtversicherung für gilt ein Fahrzeug als neuwertig, wenn es über eine Betriebsdauer von max. zwei Monaten und 1.000 km Laufleistung verfügt.
In  der Regel wird von den Versicherungsgesellschaften immer nur der  Zeitwert ersetzt,  wenn man anderen einen Schaden zufügt. So auch bei  der  KFZ-Haftpflichtversicherung. Hier spricht man von einem  wirtschaftlichen  Totalschaden, wenn sich die Reparatur des Autos des  Geschädigten nicht  mehr lohnt. Der Versicherer ermittelt dann den  Zeitwert laut  Schwacke-Liste (Liste zur Fahrzeugbewertung) und  erstattet diesen an den  Unfallgeschädigten. Dieser muss dann selbst  schauen, ob er für den  Erstattungsbetrag einen gleichwertigen  Gebrauchtwagen erhält.

Gebäudeversicherung
In der Wohngebäudeversicherung  der ortsübliche Neubauwert einer Immobilie einschließlich  Architektengebühren sowie sonstigen Konstruktions- und Planungskosten.  Ein modifiziertes Verfahren ist der Gleitende Neuwertversicherung.
Ist  der Versicherungswert zu gering angesetzt, besteht das Risiko der   Unterversicherung – der Versicherungsnehmer läuft Gefahr, dass ein   Schaden nur anteilig ersetzt wird. Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich   das Verfahren, das auf dem gleitenden Neuwert basiert. Wird mit der  Wohngebäudeversicherung eine gleitende Neuwertversicherung vereinbart,  dann passt  sich die Versicherungssumme automatisch dem Neuwert an –  gemäß der  Entwicklung der Baupreise. Diese Lösung ist für den  Versicherungsnehmer  sehr bequem, da der Versicherungsschutz automatisch  an die  Gebäudewertsteigerung angepasst wird. Die Gefahr der  Unterversicherung  ist damit zuverlässig gebannt.
Grundlage für die Wertermittlung ist der Wert 1914.  Dieser gibt an, was  das Gebäude im Jahr 1914 in Goldmark gekostet  hätte. Von dieser  einheitlichen, stabilen Basis aus wird der Neuwert  des Gebäudes  ermittelt – und damit die Versicherungssumme und die Höhe  des  Versicherungsbeitrags bestimmt. Normalerweise findet man beim Kauf  einer  Immobilie den Wert 1914 im Versicherungsschein des Vorbesitzers.  Der  Vorteil dieser Methode ist, dass sich die Versicherungssumme  ständig den  Kostensteigerungen anpasst. Denn der ortsübliche Neuwert  ändert sich  von Jahr zu Jahr. Zur Errechnung verwendet die Versicherung  den  gleitenden Neuwertfaktor und den Baukostenindex.

 

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